Stammtisch IGZ BW 10.01.2026
Am 10.01.2026 fand der Stammtisch der IGZ Baden-Württemberg in Ehestetten auf der verschneiten Schwäbischen Alb statt. Das Treffen stand ganz im Zeichen der Kaltblutrasse Pfalz-Ardenner, einer traditionsreichen und leistungsstarken Pferderasse, die vor allem für ihre Robustheit und Vielseitigkeit geschätzt wird.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmern die Gelegenheit, sich intensiv mit den Eigenschaften und Zuchtzielen dieser Rasse auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung verschiedener Hengste und Zuchtstuten, die von den erfahrenen Züchtern Thomas Schöner, Stephanie Gerhardt sowie Karin Kollmannsberger hervorragend präsentiert wurden. Dabei wurden nicht nur die äußeren Merkmale wie Körperbau, Fundament und Typ besprochen, sondern auch Aspekte wie Charakter, Einsatzmöglichkeiten und Zuchtstrategien. Eindrucksvoll wurden auch die verschiedenen Unterarten der Ardenner erläutert.
Historischer Hintergrund der Pfalz-Ardenner
Der Pfalz-Ardenner ist eine junge Kaltblutrasse die Anfang 19. Jahrhundert in der Region Saar-Pfalz entstanden ist. Auf Zuchtbasis vom Lothringer, Comtois, Ardenner,
Belgier, Rheinisch-Deutschen und Süddeutschen Kaltblut entstand die Rasse, welche heute auf der roten Liste der gefährdeten Nutztiere steht. Die Pfalz-Ardenner steht im mittleren Rahmen, bei einer
Widerristhöhe von 152-162 cm. Ihn zeichnen sein guter Charakter und sein ruhiges Temperament aus. Er ist unkompliziert und fleißig. Der Schritt ist stetig im klaren Takt bei gutem Raumgriff. Der
Trab, eine lockere Bergaufbewegung mit guter Hinterhandtätigkeit. Man bezeichnet ihn auch gerne als flotten Kaltblüter. Das Fundament stehts trocken und korrekt, ohne üppige Fesselbehang, mit gut
geformten und harten Hufen. Es sind allen Farben vertreten. Kurz gesagt, der Pfalz-Ardenner ist ein mittelgroßes, mittelschweres, attraktives und vielseitig einsetzbares Kaltblutpferd, welches mit
gehobener Gangqualität ausgezeichnet ist.
Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft ging ihre Bedeutung zurück, doch heute erleben sie eine Renaissance – sei es im Brauchtum, bei Holzrückearbeiten oder als Freizeit- und
Fahrpferde.
Die vorgestellten Tiere in Ehestetten beeindruckten durch ihre harmonische Erscheinung und ihre typischen Rassemerkmale. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der Pfalz-Ardenner im modernen Einsatz – sei es in der Land- und Forstwirtschaft, im Freizeitbereich oder bei Brauchtumsveranstaltungen.
Neben den fachlichen Erklärungen bot der Stammtisch auch Raum für einen regen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern. Pferdezüchter, Halter und Interessierte diskutierten über aktuelle Herausforderungen in der Zucht, Vermarktung, Haltung und Einsatzmöglichkeiten von Kaltblutpferden. Die Veranstaltung endete mit einem leckeren gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde, bei dem die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgeführt wurden.
Fazit:
Der IGZ- Stammtisch in Ehestetten war ein voller Erfolg. Er bot nicht nur wertvolle Einblicke in die Zucht und Haltung der Pfalz-Ardenner, sondern stärkte auch das Netzwerk innerhalb der IGZ
Baden-Württemberg. Die vorgestellten Hengste und Stuten zeigten eindrucksvoll, warum diese Rasse einen festen Platz in der Kaltblutzucht verdient.
Pflügeworkshop IGZ BW 30.03.25
Am 30.03.2025 fand im idyllischen Schwarzwald auf dem Hof von Iris Grimm ein Pflügeworkshop statt, der 22 Teilnehmer aus verschiedenen Regionen anlockte. Trotz der
kalten Temperaturen konnten die Teilnehmer das schöne Wetter mit klarem Himmel und Sonnenschein genießen, was die Stimmung erheblich auflockerte. Der Workshop begann am Morgen mit einer herzlichen
Begrüßung durch die Veranstalter. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmer begann auch schon die Einführung in die Theorie. Bernd Lieb aus Flehingen erklärte den anwesenden die
Grundbegriffe des Pflügens. Insgesamt 6 Pflüge waren von den Teilnehmern mitgebracht worden, die dann nacheinander vorgestellt wurden. Vom Stelzradpflug, klassischem Karrenpflug, Drehpflug und sogar
ein Weinbergpflug war alles dabei. Bernd Lieb wusste zu jedem Pflug den entsprechenden Einsatzzweck und wie er auf dem Feld zu benutzen ist. Ins Detail ging es dann bei den Themen Schar, Vorschäler,
Messer- und Scheibensech, und wie sie korrekt am Pflug einzustellen sind. Ebenso wurde die Funktionsweise der Streichbleche und Streichschienen erläutert. Als nächstes wurde bei einigen Pflügen der
Winkelschleifer angesetzt und die Schare wieder auf die nötige Schärfe gerichtet. Somit erhielten die Teilnehmer am Vormittag viele nützliche Tipps von erfahrenen Fachleuten. Diese Ratschläge waren
sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene von großem Wert und trugen dazu bei, das Verständnis für die Technik am Pflug zu vertiefen.
Nach der ersten Theorieeinheit gab es eine wohlverdiente Kaffeepause, in der die Teilnehmer bei frisch gebrühtem Kaffee und leckeren Brezeln neue Kontakte knüpfen und sich über ihre bisherigen
Erfahrungen austauschen konnten. Die entspannte Atmosphäre förderte den Austausch von Ideen und Fragen, was den Workshop noch bereicherte. Zur Mittagszeit wurde ein schmackhaftes Mittagessen
serviert, das die Teilnehmer stärkte und für neue Energie sorgte.
Im praktischen Teil des Workshops hatten die Teilnehmer nun die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Thomas Kurfiss war mit seinen Schweren Warmblütern extra angereist und stellte sein Gespann zur Verfügung. Auch Iris hatte ihre Kaltblüter aufgeschirrt, und gemeinsam ging es auf den nahegelegenen Acker, um die Pflüge zu testen. Unter Anleitung der Experten lernten die Teilnehmer, wie die Pflüge effektiv einsetzt werden können. Immer wieder wurde an den Pflügen geschraubt, verstellt, umgebaut, und auch Bauteile getauscht. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Teilnehmer zusammenarbeiteten und die Vorgaben von Bernd Lieb und Thomas Kurfiss Schritt für Schritt umsetzten. Die kalte Luft wurde schnell vergessen, als alle in die Arbeit eintauchten und die Fortschritte sichtbar wurden. Besonders hervorzuheben war die positive Atmosphäre, die während des gesamten Workshops herrschte. Die Teilnehmer waren motiviert und unterstützten sich gegenseitig, was zu einem regen Austausch von Ideen und Erfahrungen führte. Viele nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und individuelle Ratschläge zu erhalten, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten waren. Und so wurde Furche um Furche auf dem Acker gezogen, und immer gab es ein anderes Pflügebild, je nachdem welcher Pflug gerade getestet wurde. Der Workshop endete mit einer offenen Fragerunde, in der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre Anliegen zu besprechen und weitere Tipps zu erhalten. Viele waren begeistert von den neuen Erkenntnissen und der praktischen Erfahrung, die sie gesammelt hatten. Insgesamt war der Pflügeworkshop ein voller Erfolg. Die Kombination aus Theorie, Praxis und geselligem Beisammensein machte den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten. Wir freuen uns bereits auf die nächste Veranstaltung und hoffen, dass noch mehr Interessierte die Chance nutzen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Pflügen mit Pferden zu erweitern. Aus der Runde der Teilnehmer kam noch ein interessanter Tipp: Bei der Firma Lederer Landtechnik in Wolframs- Eschenbach können neue Schare für den Pflug und Vorschäler bestellt werden. Einfach die alten Schare einsenden, Kostenvoranschlag abwarten, und nach kurzer Zeit bekommt man die Neuen geliefert.
Kontakt:
Lederer Landtechnik GmbH
Ludwig-Erhard-Str. 5-7
91639 Wolframs-Eschenbach
Jahreshauptversammlung IGZ BW 02.03.25
Am Sonntag, den 02.03.25 fand im Gasthaus Bahnhöfle in Ölbronn die Jahreshauptversammlung der IGZ Baden-Württemberg statt. Zwanzig Mitglieder waren gekommen, um das Jahr 2024 revue passieren zu lassen.
Zu Beginn begrüßte Vorstandssprecher Werner Goller die Anwesenden und stellte die Tagesordnung vor. Dagegen gab es keine Einwände, so dass die Sitzung plangemäß weitergehen konnte. Todesfälle im Jahr 2024 gab es keine, jedenfalls keine, von denen der Vorstand erfahren hatte. Nachdem das Protokoll des letzten Jahres genehmigt war, ging es weiter mit den Berichten der Vorstandssprecher, des Landesvertreters im Bundesvorstand und der Mitglieder der jeweiligen Arbeitskreise. Anschließend war Schatzmeister Markus Freyburger an der Reihe. Er berichtete über die finanzielle Situation des Vereins 2024 und die Planungen für 2025. Seine Kassenführung wurde von den beiden Kassenprüfern sehr gelobt, sodass der Schatzmeister einstimmig entlastet werden konnte. Ebenfalls einstimmig entlastet wurde der gesamte Vorstand der IGZ BW. Als nächster Punkt auf der Tagesordnung standen Wahlen an. Markus Freyburger wurde als Schatzmeister wiedergewählt, wie auch Bernd Lieb als Beisitzer. Vertreter im Bundesvorstand bleibt weiterhin Werner Goller. Nach der Wahl der neuen Kassenprüfer ging es weiter mit dem Ausblick auf das Jahr 2025. Highlight der IGZ BW wird in diesem Jahr die Süddeutsche Meisterschaft im Gespannpflügen am 6./7. September auf dem Gestütshof St. Johann, einer Außenstelle des Haupt-und Landgestüt Marbach sein. Vier Stammtische sind dieses Jahr ebenfalls geplant, einer davon hat bereits im Januar stattgefunden. Der Vorstand nimmt gerne Themenvorschläge entgegen. Als letzter Tagesordnungspunkt standen Ehrungen auf dem Programm. Geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der IGZ BW: Peter Braun, Nagold; Klemens Köberle, Mühlacker; Johannes Bender, Salem; Walter Seyfang, Bietigheim. Danach schloss Werner Goller die Jahreshauptversammlung 2025. Beim anschließenden Mittagessen wurde weiter disskutiert und die Möglickeit des Austausches rege genutzt.
Stammtisch IGZ BW 31.01.25
Am Freitag, den 31.01.25, trafen sich die Mitglieder der IGZ Baden-Württemberg in der Sportgastätte Bühl in Rutesheim zum 1. Stammtisch im neuen Jahr. Thema des
Stammtisches waren die verschiedensten „Zäumungen und Gebisse“, die von Werner Goller sachkundig vorgestellt wurden. Werner hatte eine große Sammlung Gebisse mitgebracht, welche er durch die
Reihen gab und die von den Teilnehmern aufmerksam begutachtet wurden. Dabei waren nicht nur neuere Gebisse, sondern auch welche, die früher bei der Arbeit mit Pferden benutzt wurden und heute fast
unbekannt sind. Manch einer der Anwesenden hatte noch Erinnerungen aus der Kindheit dazu und erzählte davon.
Eine rege Diskussion entwickelte sich bei der Frage nach Sinn und Unsinn mancher neueren Zäumungen. Ganz stark im Focus dieser Diskussion war das Wohl und die Gesundheit des
Pferdes, welches so ein Gebiss (er)-tragen muss. Es wurde auch darauf eingegangen, wie ein passendes Kopfstück mit Gebiss sitzen und was man bei der Anpassung beachten sollte. Nach Ende des Vortrages
wurde weiter gefachsimpelt, bis sich die Anwesenden nach und nach auf den Heimweg machten. Damit ging ein sehr interessanter Abend zu Ende.
IGZ BW Stammtisch am 15.11.24 in Dapfen im Gasthaus Hirsch
Am Freitagabend trafen sich 18 interessierte Fuhrleute aus ganz Baden-Württemberg zum Stammtisch des IGZ-Landesverbands in Gomadingen-Dapfen, unweit des Haupt-und Landgestüts Marbach.
Nach dem gemeinsamen, gutbürgerlich schwäbischen Abendessen lauschten die Anwesenden dem bildreichen Fachvortrag von Dr. Florian Wagner aus Rübgarten.
Er zeigte auf, welche Funktion das Hintergeschirr beim Arbeits- und Kutschgeschirr hat und bezog dabei die entsprechende Fachliteratur von Benno von Achenbach bis zur Heeresdienstvorschrift mit ein.
An den vielfältigen Varianten der Aufhalte- und Bremsvorrichtungen der regionalen und ländertypischen Geschirre in Amerika und Europa zeigte er eindrucksvoll, dass gute Geschirre eben immer über passende Hintergeschirre verfügen.
Dass diese im Grunde eine wichtige Komponente im Tierschutz darstellen, zeigte er anhand von Bildern mit dem eigenen Gespann, bei denen die Tiere einen Wagen einmal mit und einmal ohne Hintergeschirr bergab aufhalten mussten.
Da gerade im süddeutschen Raum gerne argumentiert wird, dass mit einem guten Spitzkumt ein Wagen gut gebremst werden könne und es eben keine Tradition habe, mit Hintergeschirren zu fahren, wurden historische Bilder von süddeutschen Fuhrwerken analysiert. Hier konnte gezeigt werden, dass bis in die Neuzeit den meisten Stangenpferden standardmäßig Hintergeschirre aufgelegt wurden. Diese Tradition ist allerdings über die Weltkriege oftmals abgerissen.
Er zeigte in Folge auf, wie vorhandene regionale Geschirre mit geringem Aufwand mit günstigen und funktionierenden Hintergeschirren nachgerüstet werden können.
Im Anschluss an den Vortrag stellte Thomas Kurfiss noch einen Satz historischer schwäbischer Hintergeschirre eines Fuhrgeschirrs vor.
So wurde am Geschirrbock und an den Tischen noch eine ganze Weile gefachsimpelt, bis auch dieser schöne Abend sein Ende fand.
Ackertag 14.04.2024
Am Sonntag, den 14.04.24, lud Bernd Lieb zu einem Ackertag nach Oberderdingen-
Flehingen ein. Vier Pflüger mit ihren Gespannen aus nah und fern sind dieser Einladung gefolgt. Sogar ein Gespann aus dem Norden Deutschlands war dabei, um die Möglichkeit
des intensiven Trainings zu nutzen. Der Ausbildungsstand der Pflüger, sowie auch ihrer Pferde war sehr unterschiedlich. Vom jungen Pferd, welches erst kurz vor dem Pflug eingesetzt wurde, bis zu den Profis unter den Pferden, welche auf jedes noch so kleine Zeichen reagierten, konnten die anwesenden Zuschauer alles beobachten. Die Pflüger fachsimpelten über ihre Arbeitsgeräte und gaben einen Einblick in ihr umfassendes Wissen, welches sich nicht nur die jüngeren unter ihnen interessiert anhörten. Die gepflügten Furchen wurden fachmännisch begutachtet und es gab den einen oder anderen Tipp zur Einstellung des Pfluges und des Umgangs damit. Nachdem am Ende des Pflügens die Pferde versorgt und verladen waren, erfolgte noch eine Schlussbesprechung auf dem Feld. Zum Abschluss dieses interessanten und lehrreichen Tages gab es noch ein gemeinsames Essen bei Bernd Lieb, bei welchem weiter Erfahrungen ausgetauscht und über aktuelle Themen diskutiert wurde.
Stammtisch IGZ BW 13.04.24
Am Samstag, den 13.04.24, fand bei Jochen Bacher in Weissach im Tal, Ortsteil Wattenweiler, der erste Stammtisch des Jahres 2024 der IGZ Baden-Württemberg statt. Leider hatten nur sieben Teilnehmer den Weg dorthin gefunden. Sie wurden mit einer Vorführung zum Thema „Schwebeortscheit“ von Jochen Bacher belohnt, welcher extra zwei seiner Pferde dafür aufschirrte, um die richtige Lage des Ortscheit am Pferd zu zeigen. Daraus entwickelte sich eine interessante Diskussion für und wider des Schwebeortscheits, sowie den geeigneten Materialien dafür. Da Jochen Bacher schon seit einigen Jahren mit Schwebeortscheit arbeitet und auch Verbesserungen dafür entwickelt hat, kann man nach seiner Vorführung feststellen: es kommt auf die Verschnallung an, ob das Ganze nur benutzerfreundlich oder zusätzlich auch pferdefreundlich ist! Nachdem die Pferde wieder versorgt waren, wurde die Diskussion in gemütlicher Runde bei leckerem Essen und Most weitergeführt. Alles in allem war es ein sehr gelungener Stammtisch.
Stammtisch IGZ BW 23.09.2023
Am 23.09.23 fand bei Jochen Bacher in Weissach im Tal ein Stammtisch statt. Um 19.00 Uhr trafen die Interessierten ein und nach einer kurzen Begrüßung gab es eine ausführliche Betriebsbesichtigung. Im Nachbarort in Heutensbach war im Löwen ein Tisch reserviert, und bei gutem Essen ergaben sich sehr schnell gute Gespräche. Da die Gaststätte leider zu früh Feierabend wollte, wurde der Stammtisch kurzerhand in die gute Stube bei Jochen Bacher verlegt. Bei selbstgemachem Most gab es noch eine gemütliche Runde.
Die IGZ-Baden- Württemberg auf den Öko- Feldtagen
Die Öko-Feldtage auf dem Biohof Grieshaber & Schmid in Ditzingen–Hirschlanden (BW) vom 14. bis 15. Juni waren wieder DER Treffpunkt für alle Ökobauern sowie alle Landwirte, die umstellen wollen, oder nach neuen Methoden für eine umweltfreundliche Landwirtschaft suchen. Sie zeigten, was die ökologische Landwirtschaft kann, wo sie steht und wie sie sich weiterentwickelt. Themenschwerpunkte waren dieses Jahr Agri- Photovoltaik, Bewässerungstechnik und Feldgemüseanbau. Mehr als 12.000 Besucherinnen und Besucher hatten hier die Chance, sich über alle Neuheiten rund um Pflanzenbau und Tierhaltung kompakt zu informieren. Der Austausch zwischen Jung und Alt, Öko und Konventionell sowie Praxis und Forschung stand dabei im Mittelpunkt. Die IGZ-BW hatte bei dieser Messe die Gelegenheit sich mit auf dem großen Demeter Stand zu präsentieren. Als Blickfang wurde ein nagelneuer Striegel, angehängt an einen Vorderwagen ausgestellt. Diese Kombi zog viele interessierte Besucher auf den Stand. Die Vertreter der IGZ, Werner Goller, Bernd Lieb und Markus Freyburger konnten so dem Publikum aufzeigen wie der Einsatz von Pferden beim Feldanbau auch im 21. Jahrhundert möglich ist.
Basis-Pflügerlehrgang für Pferdegespanne
am Wochenende 3./4.9.2022 auf dem Butzenhof der Fam. Wolf in Bernstadt bei Langenau, Lkr. Ulm
Bei diesem von der IGZ BaWü angebotenen Lehrgang versuchten sich 3 Zweispänner mit jeweils 2 Pflügern unter der Anleitung von Werner Goller in der Kunst des korrekten Pflügens. Die Gespanne kamen vom Hof selbst als auch aus dem Umkreis von 40 km. Neben theoretischen Lerninhalten wie Bodenkunde, Einstellungen bei verschiedenen Pflügen usw. wurde viel ausprobiert, um der perfekten Furche nahe zu kommen. Der Ausbilder legte viel Wert auf rücksichtsvollen Umgang mit den Pferden und das Beibringen von Stimmkommandos, denn das Ziel sollte ja das Alleinpflügen mit mitdenkenden Pferden in harmonischem Miteinander sein.
An gleicher Örtlichkeit wurde auf Samstagabend zum IGZ Regionaltreffen bzw. Stammtisch eingeladen, wobei zusammen mit den Lehrgangsteilnehmern 14 Personen anwesend waren.
Die Tochter des Hofes, Evelyn Häring, stellte eines ihrer 2 Gespanne vor dem Pioneer "Homesteader" vor, einer lenkbaren amerikanischen Sulky Aufsitz-Hacke mit austauschbaren Werkzeugen für die Bodenbearbeitung. Für die Vorführung wurde passenderweise der große Pflugkörper gewählt, welcher für die Bedürfnisse des Betriebes mehrmals verbessert wurde.
Ihr Mann, Bene Häring, hat als echt schwäbischer Tüftler dieses Jahr schon einige Getreidehackstriegel für Pferdezug, eine Saatbettkombination sowie einen innovativen Vorderwagen gebaut, letzteren mit Getriebe von einem ehem. Kartoffelroder und zwei Zapfwellengeschwindigkeiten, welcher an diesem Abend von den IGZ Fuhrleuten bestaunt wurde.
Bei der Hofführung mit Uli Wolf gab es weitere erstaunte Gesichter, der 220 ha Hof mit Schweinemast und 55 Milchkühen ist sowohl bei Bioland als auch in Teilen bei Demeter zertifiziert. Es ist ein 24/7 Hofladen eingerichtet und demnächst eine Hofbäckerei, welche von der zweiten Tochter betrieben wird. Der Lehrgang als auch der Stammtisch konnten die leckeren Erzeugnisse aus dem Backofen in aller Vielfalt schon mal kosten.
Lehrgang und Stammtisch bedankten sich abschließend für die Gastfreundschaft, die gute Verpflegung und die unkomplizierte Mithilfe bei Planung, Organisation und Durchführung des Lehrganges!
Werner Goller
17.07.2022 Vorderwagentag in Oberderdingen
Der Vorderwagentag war ein voller Erfolg!!
Rund 200 Besucher aus ganz Deutschland kamen zum Vorderwagentag des baden-württembergischen IGZ-Landesverbandes bei schönem, heißem Wetter nach Oberderdingen ins fruchtbare Kraichgau.
Unter den sachkundigen Erläuterungen von Sprecher Johannes Kamps-Bender wurden zuerst die Basis-Vorderwagen als reine Zugadapter vorgestellt. Die Eigentümer der einzelnen Gefährte waren anwesend und konnten die Einsatzbereiche sowie die Stärken und Schwächen des jeweiligen Geräts auf ihrem Betrieb erläutern. Spannend war auch zu hören, welche technischen Details die einzelne Kauf- oder Konstruktionsentscheidung beeinflusst haben:
Interessant waren auch die Verwendungszwecke in den jeweiligen Betrieben: Das Ziehen von Wieseneggen, Netzeggen, Ackerwalzen wurde ergänzt durch Trommelheuwender, Sternradwender, Spindelmäher, Miststreuer, Holzrückewagen, Weidefässern sowie diverse ein – und zweiachsigen Wagen. Einige nutzen die Vorderwagen zudem auch zum Einfahren junger Tiere oder zum Spazierenfahren.
Spannend wurde es bei der Vorführung einer absoluten Neuheit. Der knallrote Vorderwagen BtheH der Bauernfamilie Häring, von Bene Häring konstruiert, wurde erst in der Nacht zuvor fertig und hat das Getriebe eines Kartoffelroders in sich. Der angehängte Kreiselschwader hatte trotz des dicht liegenden grünen Futters keinen spürbaren Kraftbedarf. Es ging der Spruch auf dem Feld um: „BtheH ist der neue I&J von der Schwäbischen Alb.“
Im Anschluss an die Präsentation der Basis-Vorderwagen wurden drei zweiachsige Vorderwagen im Einsatz präsentiert. Hier zeigten die Zweiachsgeräte ihr Können mit verschiedenen Hackgeräten und einer Kartoffellegemaschine. Bemerkenswert waren die bei weitem noch nicht ausgereizten Möglichkeiten, die sich für den Anbau von Hack- und Reihenkulturen ergeben können. Die Firma K.U.L.T. Kress aus dem benachbarten Kürnbach hatte mehrere leichtzügige Hackkombinationen dabei, die von den Vorderwagen ausgehoben und erfolgreich eingesetzt werden konnten. Hier stimmte hoffnungsfroh, dass für den Zugtiereinsatz eben nicht nur auf Geräte aus Übersee oder antikes Landmaschinen verwendet werden müssen, sondern Unternehmen mit aktueller Technik im Inland gute und individuell kombinierbare Geräte bereitstellen können.
Ein ausführlicher Bericht folgt in der Starken Pferde. Ebenso wird eine Dokumentation und Aufarbeitung der Informationen zu den Vorderwagen in Zusammenarbeit mit der Robbesscheier in Luxemburg erstellt und voraussichtlich gegen Jahresende im Internet der Fachwelt bereitgestellt.
Ein großer Dank an Bernd Lieb mit seinem Team und den vielen engagierten Helfern. Ein schöner Tag für alle die dabei waren, ein vertaner Tag für alle, die nicht dabei waren.
Florian Wagner
Ackertraining in Oberderdingen
Am 09.04.22 sollte ursprünglich ein Probepflügen bei Bernd Lieb in Flehingen stattfinden. Jedoch meinte es der Wettergott nicht gut mit uns, und schickte nach starken Regengüssen am Vortag noch Schneefall am Probetag hinterher. So wurde kurzerhand die Veranstaltung um einen Tag nach hinten verschoben.
Bei anfänglich strahlendem Sonnenschein konnte Bernd Lieb dann 3 Zweispänner und ein Einspännergespann zum gemeinsamen Probepfügen begrüßen. Ein Gespann mit 6 interessierten Fuhrleuten war wegen der langen Anfahrt bereits am Samstag angereist, und hatte schon am Vortag ein paar Probefurchen gezogen.
Nach der allgemeinen Begrüßung wurde die bereitgestellte Ackerfläche in gleichgroße Beete eingeteilt. Jeder durfte mit seinem Gespann einige Runden probepflügen, bevor es dann Ernst wurde. Der Deutsche Meister von 2016 Thomas Kurfiss legte eine bewundernswerte Spaltfurche vor. Den anderen Teilnehmern wurde genau erklärt, wie eine Startfurche auszusehen hat, und was ein Richter bei einem Wettkampf sehen will. Dann durften alle Teilnehmer ihre eigenen Spaltfurchen ziehen, die im Einzelnen auch besprochen wurden. Dann ging es weiter mit dem Zusammenschlag. Viele nützliche Tipps gab es von den „alten Hasen“ und die Beete sahen allesamt sehr anschaulich aus. An der Beetgrenze angekommen ging es an den Auseinanderschlag, und hier zeigte sich wer gut mit dem Beet des Nachbarn zurechtkam.
Vor den Schlussfurchen wurden wieder alle Beete vorab besprochen, und man erhielt gute Ratschläge, um einen ordentlichen Abschluss seiner Arbeit zu erzielen. Kurz nach Fertigstellung der letzten Schlussfurche öffneten sich leider wieder alle Himmelsschleusen, und man hatte Eile ins trockene zu kommen. Beim anschließenden Mittagessen wurde nochmals der schöne und bestens vorbereitete Pflügetag Revue passieren lassen, mit der Absicht das auf alle Fälle zu wiederholen.
5. November
Jahresmitgliederversammlung 2021 in Ölbronn-Dürrn
Die Mitgliederversammlung fand am 5. September in der Wirtschaft „Bahnhöfle“ in Ölbronn-Dürrn statt.
Der Sprecher Jochen Bacher begrüßt die elf Anwesenden und erinnerte an die verstorbenen Mitglieder. Das abgelaufene Vereinsjahr verlief pandemiebedingt recht ruhig. Es gab so gut wie keine offiziellen Aktivitäten. Die Arbeitskreise Landwirtschaft, Forst und Zucht konnten ebenfalls von keinen nennenswerten Aktivitäten berichten.
Die von Jochen Bacher kommissarisch geführte Kasse ist aufgrund fehlender Aktivitäten im letzten Jahr nicht strapaziert worden. Die Kassenprüfer hatten nichts zu beanstanden und beantragten die Entlastung der Vorstandschaft. Diese wurde von der Versammlung einstimmig erteilt.
Bei den Wahlen wurde das seit einem Jahr vakante Amt der Kassiererin mit Heike Veidt für zwei Jahre besetzt. Anton Laux und Bernd Lieb konnten als Beisitzer bestätigt werden und Thomas Kurfiss wurde als Kassenprüfer neu gewählt. Werner Goller wird den Landesverband auch weiterhin als Landesvertreter beim Bundesvorstand vertreten.
Aufgrund der aktuellen Situation werden noch keine festen Aktivitäten terminiert. Vorgesehen ist jedoch ein Vorderwagentag im Frühjahr 2022, bei dem verschiedene Modelle von den Besitzern oder Erbauern mitgebracht, ausgestellt und erprobt werden sollen.
Besuch des Landwirtschaftsmuseums in Hohenheim am 9.02.2020
Wir hatten uns so gefreut. Doch unglücklicherweise war das Museum just an diesem einen Sonntag wegen Krankheit geschlossen. Kurzerhand ist die kleine Gruppe dann zu Florian Wagner nach Rübgarten gefahren, um dort seine Kleinlandwirtschaft zu besichtigen und den Pequea-Miststreuer unter die Lupe zu nehmen.
Die Einkehr im Landgasthof Waldheim im Anschluss wurde zum aktiven Erfahrungsaustausch genutzt. So wurde es ein sehr schöner Vormittag.
Weihnachtspflügen beim Jochen
am 22. Dezember and das Adventspflügen bei Jochen Backher statt. Trotz des nassen Wetters waren viele Besucher gekommen. Die Möglichkeit zum persönlichen und fachlichen Austausch wurde eifrig genutzt.
Zum Einsatz kamen verschiedenste Wendepflüge, deren teils diffizile Einstellungen ausprobiert und auf den doch nassen Acker eingestellt wurden.
Die Verpflegung mit Wurst und anschließendem Gaisburger Marsch im Gemeindehaus in Wattenweiler ließen keine Wünsche offen.
Ackertag in Flehingen am 10.08.2019
Der Ackertag bei Bernd Lieb war gut besucht. Bei schönem Wetter konnten auf optimalem Kraichgauer Boden verschiedene Pflüge und diverse Einstellungen erprobt und ausprobiert werden.
Es war hoch spannend in die Trickkiste der erfahrenen Pflüger schauen zu können.